Einfach mal langsam machen?

Ja, ich weiß, dass das nach etwas klingt was man mal eben so sagen kann, aber es lässt sich so schwer umsetzen. Zumindest glauben wir das doch meistens alle.

Wir müssen immer bereit stehen, vollen Einsatz zeigen und wenn wir müde sind, dann sollen wir uns gefälligst einen Kaffee holen und weiter machen. Einfach weiter, Augen zu und durch. Keine Müdigkeit zeigen. Nicht nachlassen. Bis wir am Ende da liegen und nicht mehr können.

Das passiert leider viel zu oft, dass wir uns übernehmen, weil viel zu viel von uns erwartet wird. Dabei kann es natürlich auch vorkommen, dass wir uns selbst unter Druck setzen und nicht aufhören wollen, bis alles erledigt ist. Ausruhen? Kann ich ja später noch!

Und so kommt es, dass wir irgendwann auf das Burnout zu laufen.

Langsam machen? Was, wie, wo?

Genau da kommt das Langsam machen ins Spiel. Nicht erst wenn wir das Gefühl haben, dass wir nicht mehr können. Schon viel früher können wir damit anfangen.

Vielleicht ist euch schon einmal aufgefallen, dass Dinge sich leichter erledigen lassen, wenn man selbst ruhig dabei ist? Oder dass ihr glaubt, dass ihr unter Druck schneller voran kommt, obwohl ihr es in Wirklichkeit gar nicht tut?

Es gibt viele kleine Tipps und Tricks, wie ihr etwas mehr Ruhe in euren Alltag rein bekommt. Was mir in meinem letzten Job geholfen hat, war in der Pause das Gebäude zu verlassen und mich in mein Auto zu setzen. Ich bin nicht weggefahren, ich habe einfach nur ein paar der aktuellen Lieblingssongs laut gehört, bevor ich wieder rein gegangen bin um mich um die Kunden am Telefon zu kümmern.

Wenn ich zwischendurch tief durchatmen musste, dann hat es auch gereicht mich ein paar Minuten auf der Toilette einzuschließen. Es war vielleicht nicht die beste Luft dadrin, aber ruhiger als ein Großraumbüro war es auf jeden Fall.

Im Alltag trete ich manchmal einfach einen Schritt zurück, suche mir eine ruhige Ecke – meistens einfach mein Bett – setze mich gemütlich hin, schließe die Augen und atme tief ein. Seht es als eine Mini-Meditation. Es reichen manchmal nämlich wirklich schon ein oder zwei Minuten um die Spannung heraus zu nehmen.

Wenn ihr ein paar Minuten mehr übrig habt, dann macht euch einen Tee und genießt die Zeit der Ruhe, bevor ihr euch wieder in den Tatendrang werft. Euer Körper und eure Seele werden es euch danken.

Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, die ihr mit uns teilen möchtet? Was hilft euch einfach mal langsamer zu machen?


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