Ich kann das doch eh nicht. Es hat keinen Sinn überhaupt anzufangen. Niemanden interessiert es was ich mache, sage oder denke. Es ist eh alles kacke!

Es geht vielen von uns immer wieder so, dass wir an uns zweifeln und uns selbst schlecht reden. Da bin ich garantiert keine Ausnahme. So oft möchte ich Dinge tun, endlich etwas anpacken, ausprobieren, vorwärts kommen. Und dann ist da diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, dass ich nichts kann, dass es niemanden interessiert und dass es eh nichts bringt.

Das kann eine Weile so gehen, bis die andere Stimme hervor kommt und stur dagegen hält. Am Ende bin ich so verwirrt, dass ich nicht mal mehr weiß was ich glaube. Kann ich es nun oder nicht? Lohnt es sich etwas zu beginnen oder lasse ich es sein? Interessiert es jemanden oder wenden alle mir den Rücken zu?

Ich glaube am Ende kommt es darauf an, ob ich an mich glaube. Kann ich an mich glauben, kann ich auch an meine Projekte glauben. Die Projekte können voran schreiten und das gibt mir ein gutes Gefühl. Was mir wieder hilft mehr an mich zu glauben.

Eigentlich muss der negative Kreislauf durchbrochen und in einen positiven verändert werden. Einfach umdrehen. Statt das Negative zu sehen, ein Auge auf das Positive werfen. Die Perspektive ändern.

In vielen Dingen hilft es mir, einfach einen Schritt zurück zu gehen, die Sache mit ein wenig Abstand zu betrachten. Als Beispiel: Ich war vor einer Weile Moderator in einer Gaming Community. Für mich war alles in Ordnung, niemand fiel mir besonders auf, sei es positiv oder negativ. Doch je mehr neue Mitglieder mir sagten, dass sie die Community alles andere als begrüßend fanden, umso mehr Gedanken machte ich mir. Dann beschloß ein User, dass er mich im öffentlichen Chat für alle sichtbar angehen wollte.

Ich machte einen Schritt zurück und sah mir für zwei Tage den Umgang in der Community an. Aus irgendeinem Grund hatte ich vorher das komplette toxische Verhalten von Leuten ausgeblendet. Jetzt sprang es mir direkt ins Gesicht. So sehr, dass ich die Community verlassen habe.

Das Positive ist sicherlich nicht nur, dass ich toxische Leute aus meinem Umfeld sortiert habe, ich fühle mich seitdem besser. Hinzu kommt eine andere Gaming Community, in der ich sein kann wie ich will und nicht total zufällig von Leuten angegriffen oder gemobbt werde.

Darauf kam dann noch der Wechsel im Schreibnacht-Team. Mittlerweile bin ich dort ein Admin geworden und habe einige neue Aufgaben auf meiner Liste stehen.

Der Schritt zurück mit einem Blick auf das große Ganze vor mir hat mich also generell in eine bessere Lage gebracht. Aus dieser konnten dann richtig gute Dinge entstehen.

Und das will ich nun immer wieder versuchen. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich feststecke, gehe ich zurück und schaue mir alles an. Ich versuche die positiven Dinge zu sehen und die negativen aufzuräumen. Ich merke, dass es mir dadurch besser geht und damit fällt es leichter an mich selbst zu glauben.

Was sind eure Tipps und Tricks wenn euch der Zweifel packt?


1 Kommentar

Zweifel am Schreiben? – Bianca und das Leben · 18/01/2019 um 21:50

[…] wir letzte Woche einen Blick auf Zweifel geworfen haben und wie sie uns in eine negative Spirale bringen können, möchte ich diese Woche […]

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