Klingt genau so einfach wie alles aus den letzten Artikeln, oder? Es ist genau so leicht gesagt, aber nur schwer zu erreichen. Dieser Beitrag ist etwas persönlicher.

Der eine oder die andere hat vielleicht so einiges aus meinem Leben bisher mitbekommen. Da waren Dinge bei, die man niemandem wünscht. Leider bin ich nicht die einzige, die das von sich behaupten kann.

Es kam zu Umständen als ich 13 Jahre alt war, bei denen ich mir dachte, dass es reicht. Ich hatte das Messer in der Hand und wollte nicht mehr. In den darauffolgenden Jahren kam es immer mal wieder zu solchen Gedanken. Zuletzt in beiden Jobs, die ich hatte. Öfter kam es nach Feierabend dazu, dass ich auf der Autobahn daran dachte mein Auto einfach irgendwo in einen Baum zu fahren. Nicht lange danach ging es mir so schlecht auf der Arbeit, dass ich mich krank melden musste.

Im Jahr nach dem letzten Job nahm ich Antidepressiva ein, die Gedanken verließen mich aber nie ganz.

Auch wenn momentan gesundheitlich noch andere Dinge dazu kommen, sehe ich dennoch irgendwo einen Ausweg. Und der Ausweg ist Leben.

Es wird immer da bleiben, es wird Momente geben, in denen die Gedanken mich anbrüllen und das Leben mir zu viel ist. Momente, in denen ich einfach im Bett bleibe und nichts anderes tue außer atmen und einfach existieren. Das ist dann einfach so und das nehme ich auch an. Was bleibt mir anderes übrig? Soll ich mich obendrein noch fertig dafür machen, weil ich nichts anderes schaffe? Damit mache ich die Situation nur schlimmer weil ich mich noch schlechter fühle.

Stattdessen nehme ich produktivere Tage viel positiver wahr, sehe sie als etwas besonderes an, etwas, das eben nicht immer selbstverständlich für mich ist. es macht die „Bett-Tage“ erträglich, weil ich mich an die guten Tage erinnern kann und das, was ich geschafft habe.

An manchen Tagen ist eben nur ein wenig möglich, an anderen mehr, an noch anderen so gut wie gar nichts. Es ist schwierig so einem Vollzeitjob nachzukommen, aber es soll ja nicht für immer so bleiben.

Die Hoffnung ist da, dass alles irgendwann besser wird. Dass sich ein halbwegs stabiler Rhythmus etabliert. Dass ich mehr Dinge tun kann, die mir Spaß machen, weniger Dinge, die ich tun muss. Und das alles wird seine Zeit brauchen. Es geschieht nicht von heute auf morgen. Und auch das muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, während ich an mir arbeite und die kleinen Verbesserungen und Errungenschaften sehe und feiere.

Ich hoffe, dass ihr nicht durch solche Momente und Dinge in eurem Leben gehen müsst. Sollte das aber der Fall sein, müsst ihr wissen, dass ihr nicht alleine seid. Es gibt Hilfe und es gibt Menschen, die euch schätzen und in ihren Leben haben wollen. Egal wie schwer es ist, das sollte es wert sein am Leben zu bleiben.


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