Wo wir im letzten Beitrag schon beim Thema waren, kommen wir diesmal zu Panikattacken.

Panikattacken sind alles andere als angenehmer Zeitvertreib. Das Gefühl, dass jemand auf deiner Brust sitzt und dir die Luft wegdrückt, das Hyperventilieren, der Versuch, dein Hirn zu überzeugen, dass gerade ganz wirklich niemand dich umbringen möchte und du nicht fliehen musst. Alles nicht schön.

Gestern beim kurzen Sprung in den Supermarkt überkam mich dieses Gefühl ein wenig und ich musste sehr mit mir kämpfen, der Panik nicht nachzugeben. Auslöser? Eine ältere Däme beschloss in der Schlange an der Kasse, dass es super ist, wenn sie mir ihren Einkaufswagen gegen die Rückseite drückt und mich damit nach vorne schiebt. Nach vorne ging es aber nicht weit, außer in die nächste Person rein.

Jetzt werden die meisten denken „Dreh dich halt um und sag der Frau sie soll den Wagen nicht in dich rein schieben!“, aber dafür war es bereits zu spät. In meinem Kopf hatte sich die Panik schon breit gemacht. Ich hatte keinen Ausweg. Ich konnte weder zur Seite, noch nach vorne oder hinten ausweichen. Ich stand einfach nur versteinert da und atmete.

Ich war froh, als ich an der Reihe war mit bezahlen, denn da konnte ich etwas Abstand gewinnen. Der Mann, der mit der Dame da war, kam aber auch schon so weit nach vorne, dass ich sehr weit reichen musste, um der Kassierin mein Geld zu geben. Recht unangenehme Situation.

Bei einer Panikattacke geht es jetzt nicht speziell um eine Situation wie die gerade beschriebene, sondern um das Gefühl, das dabei aufkommt. Es kann durch verschiedenste Dinge ausgelöst werden. Manchmal sind uns diese nicht einmal wirklich bewusst. Es passiert einfach.

Der restliche Tag sieht dann leider meistens nicht mehr schön aus.

Worauf ich mich danach konzentriert habe? Der Gedanke, dass ich es ohne Panikattacke durch den Tag geschafft habe und da stolz drauf sein darf.

Wie sieht das bei euch aus?


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